Forschungsdatenmanagement
Am Institut für Biomedizinische Informatik spielt unser Team für Forschungsdatenmanagement (RDM) eine zentrale Rolle bei der effektiven, nachhaltigen und FAIR (Findable, Accessible, Interoperable, Reusable) Handhabung medizinischer und biomedizinischer Forschungsdaten. Wir arbeiten eng mit Forschern, Klinikern und Datenverwaltern zusammen, um sicherzustellen, dass Daten so erfasst, dokumentiert und strukturiert werden, dass sie reproduzierbare wissenschaftliche Ergebnisse und die spätere Wiederverwendung ermöglichen.
Unsere Expertise umfasst klinische Datenstandards (wie HL7 FHIR und SNOMED CT), Metadatenmanagement, datenschutzkonforme Datenweitergabe und die Harmonisierung heterogener Datenquellen über institutionelle und nationale Infrastrukturen hinweg.
Im Rahmen unserer kontinuierlichen Innovationsbemühungen untersucht das RDM-Team derzeit das Potenzial großer Sprachmodelle (LLMs) zur Unterstützung und Verbesserung von Workflows im Forschungsdatenmanagement. Dazu gehört die Untersuchung, wie LLMs bei der Datendokumentation, Metadatenanreicherung, semantischen Annotation, automatisierten Zuordnung zu klinischen Terminologien und der Verbesserung der Auffindbarkeit und Nutzbarkeit von Forschungsdaten helfen können. Unser Ziel ist es, diese Tools so zu evaluieren und zu integrieren, dass sie sowohl technisch robust sind als auch den ethischen und regulatorischen Standards im biomedizinischen Bereich entsprechen.
Mit dieser Arbeit wollen wir erreichen, dass Forschungsdaten nicht nur gut verwaltet werden, sondern auch für Forscher, Datenwissenschaftler und letztlich für Patienten wirklich nützlich sind.